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Bilder des Monats

Foto: Harald Hitzel Foto: Harald Hitzel
Die ICE-Züge zwischen Deutschland und den Niederlanden verkehren normalerweise von Köln über Duisburg - Oberhausen und Emmerich nach Arnheim und Amsterdam in den Niederlanden. Die Strecke zwischen Oberhausen und Emmerich wird im Zuge des Ausbaus immer mal wieder tageweise gesperrt. Auch am 09. Mai dieses Jahres war das so und so mussten die ICE´s der Relation Frankfurt/M Hbf. - Amsterdam CS. von Köln den Weg über Mönchengladbach - Viersen - Kaldenkirchen nach Venlo und von dort weiter nach Amsterdam nehmen.

An einem Bahnübergang zwischen Viersen und Dülken hatten sich an diesem Samstagmorgen mehrere Eisenbahnfans - natürlich mit gehörigem Abstand zueinander - versammelt, um den Umleiterverkehr auf den Chip zu bannen. Der ICE war da eigentlich nur ein Abfallprodukt. Ging es doch in erster Linie darum, die vielen umgeleiteten Güterzüg auf dieser Strecke zu fotografieren. Auch Frank Römpke und Harald Hitzel waren an diesem Vormittag vor Ort und konnten den ICE 156 von Frankfurt/M Hbf. nach Amsterdam CS bei seiner Vorbeifahrt fotografieren. Die Züge erhalten wegen der Umleitung übrigens extra neue Zugnummern.

Foto: Harald Hitzel Foto: Harald Hitzel
Immer mehr ICE-Züge der DB AG haben in der Zwischenzeit die grüne "Klimaschützer-Beklebung" erhalten und werben so mit dem Slogan "Deutschlands schnellster Klimaschützer".
Der ICE-Zug 407 508 ff. , der als ICE 819 am 09.06. im Kölner Hauptbahnhof zur Fahrt nach Frankfurt/M Hbf. bereitsteht, war erst kurz vor der Aufnahme "umgeklebt" worden. Der saubere Lack zeugt von der zuvor stattgefundenen Waschaktion.

Der 407 508 gehört mit seinem Anhang zur neuesten Generation der ICE 3 - er wird von Siemens unter dem Namen "Velaro" vermarktet und fährt auch in Russland und China. Die DB AG hat bei Siemens vor kurzem 30 weitere Velaros nachbestellt, um noch mehr Sprinterverbindungen über die in Deutschland vorhandenen Schnellfahrstrecken anbieten zu können. Die Velaros erreichen eine planmäßige Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Die ICE 4-Garnituren, die sich derzeit als neueste ICE-Baureihe in der Ablieferung befinden, fahren "nur" 250 km/h schnell.

Foto: Frank Römpke Foto: Frank Römpke
In den Jahren 1997 bis 1999 beschaffte DB Fernverkehr 20 4teilige ICE-Dieseltriewagen mit Neigetechnikausrüstung. Im Zuge der Umrüstung der Fernzugflotte auf ICE-Züge hatte man damals auch noch große Pläne, was die Umstellung der nicht elektrifizierten Fernzugstrecken betraf.
Insbesondere die Strecken von Nürnberg nach Dresden und von München nach Zürich sollten mit diesen Zügen auf ICE-Standard gebracht werden. Die Triebwagen entwickelten sich allerdings schnell zu Problemkindern. Nicht nur die Technik spielte oft nicht mit; sie waren schlichtweg zu kurz. Mit nur vier Wagen, von denen einer noch zur Hälfte ein Restaurantwagen war, boten sie einfach zu wenige Sitzplätze. So mussten die Kurse in Doppeltraktion gefahren werden, was wiederum zur Folge hatte, dass man zwei Speisewagen mitführen und auch bewirtschaften musste. Die mit ihnen betriebenen Kurse wurden bald wieder auf Wagenzüge umgestellt oder direkt ganz eingestellt.

Zur EXPO 2000 in Hannover liefen sie noch als Entlastungszüge zwischen dem Rheinland und Hannover. Später wurden sie auf der EC-Verbindung von Hamburg nach Dänemark über Puttgarden eingesetzt, wo sie sich auch bewährten. Die kurzen Züge passten gut auf die Fährschiffe. Die dänische Staatsbahn (DSB) übernahm sogar einige Züge in ihren Bestand.
Jedoch lief ihre Zeit ab. Die DB wollte sie los werden und so wurden sie 2017 alle ausgemustert. Der erste Zug fiel übrigens bereits 2001 bei Wartungsarbeiten in seinem Heimatbetriebswerk Hof Hbf. von der Hebebühne und musste danach bereits ausgemustert werden, sodass zum Schluss nur noch 19 Triebzüge vorhanden waren.
Lange Zeit waren sie auf dem Rangierbahnhof am Fährhafen Mukran auf der Insel Rügen abgestellt und warteten auf Käufer. Da sich diese jedoch nicht fanden, begann man in diesem Jahr mit der Verschrottung der Züge. Die erste Überführungsfahrt von Mukran nach Opladen am 31.07.2020 nahm Frank Römpke in Wuppertal-Elberfeld auf, als die Garnitur 605 004 ff. von der 145 067 der Mitteldeutschen Eisenbahn (DB-Tochtergesellschaft) zur Verschrottung zum bekannten Lokverschrotter Bender gebracht wurde.